Treffer-Durchschnitt und Sharpe Ratio

Treffer-Durchschnitt und Sharpe Ratio

Was ist ein guter Sharpe-Ratio? Wie wir bereits wissen, haben solche Fragen keine leichten Antworten. Manche Trader werden hier irgendeine Nummer aufwerfen wie z.B. 2.2 oder 3.1 oder 1.8. Diese Nummern könnten exzellente Ratios sein. Wie auch immer, ein Sharpe von 1.0 kann genauso exzellent sein. Das hängt von einer ganz anderen Komponente ab und zwar vom Treffer- bzw. Batting-Durchschnitt. Das ist der Prozentsatz der Trades, die gewinnbringend sind. Wie beim Trading im Allgemeinen, gibt es auch hier Kompromisse. Es ist leicht, einen hohen Sharpe-Ratio zu haben, wenn es zu Lasten des Batting-Durchschnitts geht. Das passiert dann, wenn große bzw. weite Targets gewählt werden, jedoch die Qualität der Trades ist so niedrig ist, dass nur ein kleiner Prozentsatz diese Ziele erreicht. Das kann aber auch umgekehrt passieren und zwar, dass man einen hohen Batting-Durchschnitt hat, welcher zulasten eines kleinen Sharpe-Ratios geht.

Die meisten Trader kämpfen mit dem zweiten Punkt. Der Grund dafür ist, dass die meisten Trader Angst haben, einen bereits gemachten Buchgewinn wieder herzugeben. Der Trader fühlt sich damit meistens gut, weil er mit einer Menge von Trades ‚richtig‘ liegt, aber dafür scheinen sie damit immer auf BreakEven zu bleiben.

Ein Sharpe Ratio scheint nicht unbedingt zu imponieren, aber ein Skalper, der mit 65% seiner Trades richtig liegt, wird gutes Geld mit dieser Nummer machen. Sowie die Zeiteinheit höher wird, tendiert der Sharpe-Ratio rauf- und der Batting-Durchschnitt runterzugehen. Einige EOD-Trader sind mit einem 40%igen Treffer-Durchschnitt sehr erfolgreich, denn sie erreichen einen 3, 4 oder 5 Sharpe Ratio. Viele Intradaytrader haben Schwierigkeiten, mehr als einen Sharpe Ratio von 1 zu erreichen, aber sie schaffen es bei mehr als der Hälfte der Trades, richtig zu liegen.

Die Antwort, ob Sharpe Ratio oder Batting-Durchschnitt, wird mit Ihrem Trading-Stil variieren und idealerweise einen hohen Sharpe Ratio mit einem hohen Batting-Durchschnitt vereinen.  Es macht Sinn, eine Grafik der Sharpe-Ratio und des Batting-Durchschnitts zu zeichnen, da es sich um reziproke Zahlen handelt. Je höher die Kombination dieser beiden Zahlen, desto besser sind Ihre Handelsergebnisse.

Hier ist wiederum die TradeAnalyse eine sehr wichtige Sache. Es kann sein, dass Sie Geld machen, aber solange diese Ergebnisse auf wenigen internen Statistiken basieren, könnten diese Profite sehr kurzlebig sein.

Zwischen 2000 und 2007 machten viele Swing-Trader gute Resultate mit sehr wenig Statistiken, weil sie vom Bullenmarkt getragen wurden. Als der Bullenmarkt dann scharf endete, hatten diese Trader eine harte Zeit in den Märkten, weil sie keine Ahnung von ihren Trades und deren Statistiken hatten. Dasselbe kann man vom Zeitraum 2008 – 2018 behaupten – kommt es aber zu einem Crash-Szenario wie 2007, so wird bei vielen Tradern wiederum Unverständnis herrschen, wie zu reagieren ist, da es 10 Jahre lang nur in eine Richtung ging und man eigentlich nichts falsch machen konnte.

Die Setup-Typen, das Gewinn-Risiko Verhältnis, der Batting-Durchschnitt, der Sharpe-Ratio sollten sich in Ihrem Trading-Plan wiederfinden. Je mehr Material Sie in Ihrem Plan haben und je mehr Sie Ihre Resultate vergleichen, bzw. über Statistiken auswerten können, desto mehr Chancen haben Sie, ein besserer Trader zu werden und auch zu bleiben.

… womit wir wieder beim durchgängigen, nachhaltig geführten TradingJournal angelangt wären, welches idealerweise automatisiert gewartet wird.

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By |2019-05-16T13:03:17+00:00Mai 15th, 2019|Experten-Tipps|0 Comments

About the Author:

After working in the Banking-Sector, Gilbert pursued further education and graduated from a technical school for computer science and business informatics. Following this, Gilbert worked for around 25 years as a software engineer, requirements manager, project manager and external project consultant for various international software and financial service groups such as: BAWAG/PSK Austria, Ceska Sporitelna, Unisys International, Allianz Austria/Suisse and Allianz SE. In 1999 he started to focus on EOD swing trading, and after receiving a professional trading education in Germany and New York, he gradually switched to intraday trading. In 2007/2008 he traded for a US-based prop trading firm for approximately 1.5 years. As the founder and CEO of AgenaTrader.com, Gilbert is responsible for the architecture and design of AgenaTrader Basic and the development of the components that support trading with AgenaTrader++, as well as for the worldwide launch of the trading platform and its upcoming services.

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